Wir stehen für eine Flüchtlings- und Integrationspolitik, in der der einzelne Mensch zählt. Wir verteidigen das Grundrecht auf Asyl und setzen uns für eine nachhaltige Integrationspolitik ein.
Nachdem die ehemaligen Grundschule in Schapdetten jetzt schon seit einiger Zeit als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, möchten die Grünen wissen, wie der Alltag dort aussieht. Wir sind zu Gast beim Integrationskreis Schapdetten.
Für die Initiative berichten Raphaele Kürten, Annette Sauerwald und Karsten Danker, dass in der früheren Grundschule 23 Geflüchtete untergebracht sind. Dort lädt an jedem 2. Sonntag eines Monats auch das Café International die Schapdettener ein, damit sich die Bürger und die Geflüchteten kennenlernen können. Denn miteinander reden baut, wie sich im alltäglichen Umgang zeigt, Barrieren ab.
Überhaupt kein Problem sind die in den Medien häufig erwähnten allein reisenden jungen Männer. Auch die Grünen konnten diese als überaus liebenswerte, freundliche und hilfsbereite Menschen erleben.
Im Augenblick betreuen 15 Ehrenamtliche die Geflüchteten. Betreuung bedeutet Hilfestellung bei alltäglichen Dingen wie Einkaufen, Arztbesuchen und Behördengängen. Außerdem werden Sprachkurse angeboten, die es leichter machen, sich zurecht zu finden und auf die Sprachschulung im Rahmen der Integrationskurse vobereiten.
Die Ehrenamtlichen haben sich schon ein Jahr vor dem Eintreffen der ersten Geflüchteten mit ihren Aufgaben vertraut gemacht. Dabei war es auch wichtig, sich mit den fremden Kulturen und ethnischen Besonderheiten zu beschäftigen, damit Missverständnisse im Umgang miteinander vermieden werden.
Bestätigt wurden Berichte, dass es enorme bürokratische Hürden zu nehmen gilt, wenn Geflüchtete in eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle vermittelt werden sollen. Die Bereitschaft von Arbeitgebern sei vorhanden, die Bürokratie bei den Ausländerbehörden, der Agentur für Arbeit und beim Jobcenter schrecke jedoch ab.
"Wie ist es um die Integrationsbereitschaft der Geflüchteten bestellt?" Auf diese Frage der Grünen war zu hören, dass der Wunsch, sich in die deutsche Gesellschaft einzufügen, ausgeprägt sei. Aber es seischwer, Menschen die Motivation zur Integration abzuverlangen, wenn die Bleibepersprektive ungeklärt oder gar negativ ist.
Als sehr positiv wird von den Ehrenamtlichen die Unterstützung durch Reni Kushtilova gewertet, die als Sozialarbeiterin der Gemeinde die ehrenamtliche Arbeit unterstützt. Die Grünen werden sich dafür einzusetzen, dieser engagierten Frau, die in einem prekären Arbeitsverhältnis beschäftigt ist, einen unbefristeten Arbeitsvertrag anzubieten.
Die Grünen verabschiedeten sich mit der Frage, ob - im Ort erfüllbare - Wünschevorhanden seien. "Getrennte Briefkästen für die Geflüchteten, damit die rechtzeitige Zustellung von Post und die Vertraulichkeit gesichert sind." Hier müsste doch Abhilfe möglich sein?
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